FAQ und Begrifflichkeiten

Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen. Grundsätzlich gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen für Online-Versteigerungen und Verkäufe, die Sie unter Informationen einsehen und herunterladen können. Nachfolgende Erläuterungen dienen daher nur der ersten Information und zur Übersicht.

Abholung:

Bevor Sie die von Ihnen ersteigerten oder gekauften Positionen abholen können, muss die entsprechende Rechnung inklusive Aufgeld und Umsatzteuer vollständig bezahlt sein. Abholzeiten und Standort werden in der Regel bereits im Rahmen der Auktion veröffentlicht. Bitte beachten Sie, dass bei größeren Maschinen und Anlagen eine Abholung meist erst nach telefonischer Vereinbarung und nachfolgend schriftlicher Bestätigung erfolgen kann, sofern dies gesondert angeboten wird. Die festgelegten Abholzeiten sind einzuhalten und Sie als Käufer sind für die ordnungsgemäße Demontage und Verladung der Ware vor Ort selbst verantwortlich. Entsprechende Hilfsmittel für die Demontage sind je nach Position eigenverantwortlich durch den Käufer mitzubringen oder zu organisieren, z.B. Werkzeuge, Hebe- und Anschlagmittel, Gabelstapler, etc. Sofern ein Gabelstapler (ohne Bediener) vor Ort zur Verladung zur Verfügung steht, wird dies gesondert erwähnt. Sollten Sie die von Ihnen ersteigerten Positionen unangekündigt zu den Abholzeiten nicht abholen, müssen wir Ihnen Demontage- und etwaige Verlagerungskosten in Rechnung stellen.

Aufbietungsverfahren:

Im Rahmen der Verwertung von Fahrzeugen kann es vorkommen, dass Motorräder, PKW oder Transporter und LKW zunächst ohne Fahrzeugpapiere durch den Berechtigten versteigert werden und die Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) gem. § 12 Abs. 4 FZV im Verkehrsblatt aufgeboten werden. Diese Aufbietung wird dann in der Regel bei einer Insolvenz durch die Insolvenzverwaltung beantragt. Im Rahmen dieses Aufbietungsprozesses kann es leider zu Verzögerungen kommen, so dass die entsprechenden Fahrzeugdokumente dem Käufer erst später ausgehändigt werden können. Im Rahmen der Versteigerung weisen wir in diesen Fällen gesondert auf die Problematik hin.

Aufgeld:

Das Aufgeld beträgt in der Regel 15% und bezeichnet den Prozentsatz, der als Gebühr auf das akzeptierte Gebot aufgeschlagen wird und vom Käufer zu zahlen ist. Das Aufgeld ist umsatzsteuerpflichtig, d.h. der Käufer zahlt neben der Umsatzsteuer für die gekaufte Position auch Umsatzsteuer auf das Aufgeld. Die meisten Auktionen sind umsatzsteuerpflichtig und die Umsatzsteuer wird entsprechend auf Ihrer Rechnung ausgewiesen.

Ausrufpreis / Startpreis:

Die Ausruf- oder Startpreise werden von unseren Sachverständigen im Rahmen der Gutachtenerstellung bzw. der Versteigerungsvorbereitung festgelegt und kennzeichnen den Startpreis, zu dem die betreffende Position in die Versteigerung gelangt. Gebote werden nur zu diesem Preis bzw. höheren Preisen (siehe Bietschritte) akzeptiert.

Besichtigung:

Im Rahmen einer Versteigerung wird jedem Bieter die Möglichkeit der Besichtigung der zur Versteigerung stehenden Positionen ermöglicht. Wir raten grundsätzlich zu einer Vorbesichtigung vor Gebotsabgabe. Sie sollten sich im Rahmen der Besichtigung einen Eindruck vor Ort verschaffen über den Zustand der zu versteigernden Positionen, um etwaige spätere Unstimmigkeiten zu vermeiden.

Bietagent / Bietassistent:

Unsere Auktionsplattform bietet die Möglichkeit der Nutzung eines Bietagenten. Dieser bietet für Sie automatisch bis zu Ihrem angegebenen Maximalgebot auf die entsprechende Position. Sie können also Ihr Maximalgebot für die gewünschte Position sofort eingeben und das System wird automatisch aktiviert, sobald ein höheres Gebot durch einen anderen Bieter auf die Position erfolgt. Ihr Bietagent bietet dabei immer nur den nächsthöheren Bietschritt und stoppt automatisch, sobald Ihr Maximalgebot erreicht ist.

Bilder / Fotos:

Alle Bilder und Fotos, die im Rahmen einer Versteigerung veröffentlicht werden, sind als Symbolbilder zu verstehen. Sie bilden u.U. nicht den aktuellen Status der Position ab, da diese im Rahmen der Versteigerungsvorbereitungen ggf. noch bewegt oder teildemontiert werden mussten. In jedem Fall raten wir Ihnen, sich persönlich ein Bild vor Ort vom Zustand der jeweiligen Position zu machen.

Bieterkonto:

Ihr Bieterkonto können Sie nach Ihrem Login auf unserer Seite einsehen. Hier finden Sie Ihre Merklisten, in der Sie interessante Positionen führen können. Weiterhin können Sie hier Ihre Gebote einsehen und Ergebnisse abrufen.

Bieternummer:

Im Rahmen der Online-Registrierung erhalten Sie Ihre Bieternummer, die Sie jederzeit nach erfolgreichem Login in Ihrem Dashboard in der Kopfzeile der Website finden oder in Ihrem Bieterkonto.

Bieterregistrierung:

Um an unseren Auktionen und Online-Freiverkäufen teilnehmen zu können, müssen Sie sich zunächst einmalig und kostenlos registrieren. Wir empfehlen Ihnen, sich mindestens zwei Werktage vor der Auktion zu registrieren, damit wir eine rechtzeitige Freischaltung gewährleisten können. Bitte nutzen Sie dafür den entsprechenden Link, füllen Sie das Registrierungsformular aus und akzeptieren Sie unsere Online-Versteigerungs- und Verkaufsbedingungen. Nach einer kurzen Überprüfung Ihrer Daten (es werden nur gewerbliche Bieter mit vollständiger Angabe aller Kontaktdaten akzeptiert) erhalten Sie eine E-Mail zur Bestätigung und Ihre Freischaltung. Achten Sie in diesem Zusammenhang bitte unbedingt auf eine korrekte Angabe Ihrer Rechnungsdaten. Rechnungen werden anhand der hier von Ihnen gemachten Angaben erstellt und verschickt. Eine nachträgliche Änderung des Rechnungsempfängers ist aus prozess- und verfahrenstechnischen Gründen nicht möglich.

Bietschritte:

Gebotsabgaben werden von unserer Online-Auktionsplattform nur in bestimmten, vorgegebenen Bietschritten akzeptiert. Dies sind feste Beträge, um die sich der Gebotspreis jeweils erhöht, um die Auktion effektiv voranzubringen (analog einer Präsenzversteigerung). In der Regel erhöhen sich die Bietschritte in Relation zur Höhe des aktuellen Gebotes. Detailinformationen erhalten Sie über die konkreten Bietschritte in der jeweiligen Gebotsansicht pro Position.

Bietersperrung:

Wir behalten uns die Sperrung von Bieter-Accounts vor, wenn gegen unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen verstoßen wurde. Gründe hierfür können u.a. die Nichteinhaltung von Zahlungs- und Abholfristen sein, falsche oder fehlende Unternehmensdaten, ungültige E-Mail-Adressen, o.ä. Bei Rückfragen zu etwaig gesperrten Bieter-Accounts wenden Sie sich bitte schriftlich an uns (per E-Mail oder postalisch), da wir telefonisch keine Auskunft zu gesperrten Accounts geben.

Demontage:

(siehe auch Abholung) Die Planung und Durchführung der Demontage sowie der Verladung der gekauften Positionen liegt in der Verantwortung des Käufers. Wir empfehlen generell vor der Gebotsabgabe eine Besichtigung der Position sowie der örtlichen Gegebenheiten, um spätere Komplikationen bei der Demontage und Abholung zu vermeiden. Gerne stellen wir Ihnen einen Kontakt zu entsprechenden Demontage- und Transportfirmen her.

Funktionsgewährleistung:

Eine Funktionsgewährleistung wird nicht gegeben. Alle Positionen werden versteigert wie sie „stehen und liegen“. Die beschreibenden Angaben und technischen Daten je Position wie beispielsweise Abmessungen, Gewicht, Baujahr, Leistung, Kilometerstand, Betriebsstunden, etc. werden nach bestem Wissen und Gewissen aufgenommen und aufgeführt, sind jedoch unverbindlich. Es wird keine Gewähr für Güte, Beschaffenheit, Vollständigkeit, offene oder versteckte Mängel und Schäden übernommen. In jedem Fall raten wir Ihnen, sich persönlich ein Bild vor Ort vom Zustand der jeweiligen Position zu machen, da wir lt. unserer AGB verkaufen und diese eine Rückgabemöglichkeit ausschließt.

Gebotsrücknahme:

Im Rahmen öffentlicher und transparenter Industrie- und Insolvenz-Versteigerungen im Namen und auf Rechnung der jeweiligen Auftraggeber sind Ihre Gebote und ein etwaiger Zuschlag bindend, d.h. Sie können von einem abgegebenen Gebot nicht zurücktreten. Vor Gebotsabgabe ermöglichen wir immer die Besichtigung der zur Versteigerung kommenden Positionen.

Gelangensbestätigung:

Die Gelangensbestätigung oder Verbringungsnachweis stellt sicher, dass steuerfreie innergemeinschaftliche Lieferungen von Unternehmen im Geltungsbereich des deutschen Umsatzsteuergesetztes im EU-Ausland tatsächlich angekommen sind. Als ausländischer Bieter erhalten Sie zusammen mit der Rechnung eine Gelangensbestätigung, die Sie uns ausgefüllt und unterzeichnet zurücksenden müssen. Erst nach Rückerhalt dieser Gelangensbestätigung erstatten wir die von Ihnen vorab gezahlte Umsatzsteuer zurück.

Mindestpreis:

Der Mindest- oder auch Limitpreis bezeichnet den Kaufpreis oder Geldbetrag, unter dem ein Verkaufszuschlag nicht oder nur unter Vorbehalt erfolgt. Der Mindestpreis ist identisch mit oder meist höher als der Startpreis und beziffert beispielsweise den vom Auftraggeber festgelegten und mindestens zu erzielenden Kaufpreis. Geben Sie ein Gebot unterhalb des Mindestpreises ab, sind Sie 10 Tage an Ihr Gebot gebunden. Der Auftraggeber entscheidet, ob die Zuschlagserteilung erfolgen kann oder nicht.

Nachgebotszeit:

Wenn in den letzten Minuten vor Auktionsende bzw. zeitlichem Auslauf einer Position ein Gebot abgegeben wird, verlängert sich die Biet-Zeit um weitere 120 Sekunden. Dies soll – analog zu einer Präsenz-Auktion – dem überbotenem Bieter die Möglichkeit geben, ein höheres Gebot zu platzieren. Die Biet-Zeit wird je Position und Höhergebot verlängert.

Nicht-EU-Bieter:

Als Nicht-EU-Bieter können Sie nach erfolgreicher Bieter-Registrierung und Freischaltung durch uns an Versteigerungen teilnehmen. Ersteigerte Positionen werden auch bei Nicht-EU-Bietern zunächst mit Umsatzsteuer berechnet und sind vom Käufer vor Abholung zu zahlen. Nach erfolgter Abholung und Rücksendung aller erforderlichen Export-Dokumente (siehe Gelangensbestätigung), überweisen wir Ihnen die Umsatzsteuer wieder zurück.

Standorte:

In der Regel versteigern wir alle Positionen ab Standort. So kann es vorkommen, dass in einer Versteigerung Positionen an unterschiedlichen Standorten zum Verkauf kommen und auch von dort abgeholt werden müssen. Hierauf weisen wir in jeder Position gesondert hin – bitte beachten Sie immer den Standort der Position, auf die Sie bieten möchten. Von Ihnen ersteigerte Positionen müssen an den in der Auktion benannten Standorten demontiert, verladen und abgeholt werden.

Verfahrenskonto:

Da wir die Versteigerungen jeweils im Auftrag der Berechtigten durchführen, eröffnen wir für jede Versteigerung in der Regel ein eigenes Verfahrenskonto bzw. Bankkonto. Achten Sie daher bitte unbedingt auf die auf der Rechnung angegebenen Bankverbindungsdaten und überweisen Sie nicht standardmäßig auf unsere Hausbankverbindung. Für Insolvenzverwalter richten wir bei Bedarf gesonderte Treuhandkonten je Verwertungsverfahren ein. 

Versand:

Aus verfahrens- und versicherungstechnischen Gründen bieten wir grundsätzlich keinen Versand ersteigerter Positionen an.

Vorbehalt:

Positionen können im Rahmen einer Versteigerung grundsätzlich „unter Vorbehalt“ verkauft werden. Erfolgt der Zuschlag unter Vorbehalt, ist der Höchstbieter für die Dauer der von uns gesetzten Frist an sein Gebot gebunden. In dieser Zeit wird geprüft, ob die betreffende Position vom Auftraggeber zu dem abgegebenen Gebot freigegeben und damit verkauft werden kann. Das Gebot erlischt, wenn der Bieter nicht innerhalb dieser Frist den vorbehaltlosen Zuschlag erhält. Eine Herausgabe der Position kann jedoch immer erst nach dieser Abstimmung und erfolgter Rechnungszahlung erfolgen.

Zuschlag:

Den Zuschlag auf eine Position erhält grundsätzlich der Bieter oder Käufer mit dem höchsten Gebot. Durch die Nachgebotszeit (siehe Nachgebotszeit) wird sichergestellt, dass der letzte Bieter mit dem höchsten Gebot den Zuschlag erhält und nicht derjenige, der ggf. die schnellste Internetanbindung hat. Eigene Zuschläge und deren Historie können Sie im eingeloggten Zustand in Ihrem Dashboard einsehen.